Rhizarthrose - Orthopädie Dr.Bischofreiter

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Patienteninformation
Rhizarthrose

Die Arthrose des Daumensattelgelenks oder auch Rhizarthrose ist die am häufigsten vorkommende Verschleisserkrankung der Gelenke im Bereich der Hand.

Ursachen:
Die Gründe für die Entstehung dieser Erkrankung sind nicht endgültig geklärt. Zu beobachten ist eine familiäre Häufung sowie Bevorzugung des weiblichen Geschlechts, was auf eine genetische Veranlagung schließen lässt und allgemein als Hauptursache gilt. Da es sich um eine degenerative Erkrankung handelt, liegt der Altersgipfel ab dem 40 Lebensjahr aufwärts. Trotz dieser Dispositionen können auch junge Männer erkranken.
Weiterhin scheint insbesondere bei jüngeren weiblichen Patienten eine ausgeprägte Laxität dieses Gelenkes vorzuliegen. Diese lockeren Bänder verursachen ein vermehrtes Reiben des Gelenkes. Besteht diese Instabilität über ein gewisses Alter hinaus und kommen hier schwere Belastungen hinzu so ist dies ein Zustand der schon in jüngeren Jahren zur Arthrose führen kann.

Symptome:
belastungsabhängige Schmerzen, speziell bei Greif- und Haltebewegungen z.B. Schlüsseldrehen sowie Öffnen eines Schraubverschlusses. Schwellung und Schmerz am Daumen nach längerer Belastung teilweise auch schmerzbedingt verminderte Kraft bei Greifbewegungen Gelenkfehlstellung mit Bewegungseinschränkung im späteren Verlauf.

Diagnose:
-typische Beschwerden
-lokaler Druckschmerz
-häufig lokale Schwellung
-Röntgenbild zur Diagnosesicherung
-bei zusätzlichem Taubheitsgefühl sollte unbedingt ein Karpaltunnel-Syndrom durch eine neurologische Untersuchung    ausgeschlossen werden, da beide Erkrankungen oft gemeinsam auftreten.

Behandlung:     
Konservativ:
-Vermeidung von Überlastung bzw. von belastenden Tätigkeiten
-Tragen einer Daumenschiene nachts und bei belastenden Tätigkeiten.
-Kryotherapie (Eis, Topfen - nicht länger als 30 Minuten und nicht unmittelbar auf die Haut auflegen- dünnes Tuch                                                dazwischenlegen)
-Physikotherapie (z.B.Ultraschall, Hochvolt)
-entzündungshemmenden Medikamente
-ggf. intraarticuläre Injektion

Operativ: Bei Versagen der konservative Therapie gibt es operativ mehrere Möglichkeiten:

Zunächst die Versteifungsoperation (Arthrodese) mit dem Vorteil der starken Belastbarkeit des Gelenks und dem Nachteil der schlechteren Beweglicheit des Daumens. Die Voraussetzung ist, daß an den angrenzenden Gelenken kein Verschleiss vorliegen darf, weil diese nach Arthrodese stärker belastet werden. Die Arthrodese wird deshalb bei jungen Patienten mit starker Belastung der Hand- und Fingergelenke empfohlen.

Sogenannte Endoprothesen aus Silikon, Metall oder Kunststoff analog den erprobten Modellen beim Gelenkersatz bei Hüfte oder Knie gibt es, haben sich jedoch wegen dem Fehlen von positiven Langzeitresultaten und gehäuften Komplikationen speziell dem Auslockern des Fremdmaterials nicht durchgesetzt.

Der "Goldene Standard" in der operativen Therapie der Rhizarthrose ist die sogenannte Resektionsarthroplastik.

                                                                             

Hierbei wird mit einem ca. 3-4 cm langen Schnitt zunächst das Gelenk bzw. der arthrotisch veränderte Handwurzelknochen ( Os Trapezium) entfernt und damit Platz geschaffen, sodaß nicht mehr Knochen auf Knochen reibt. Zum Erhaltung des entstehenden Hohlraumes und zur Verbesserung der Stabilität erfolgt  eine steigbügelartige Sehnenplastik mit der Hälfte einer angrenzenden Sehne. Diese "Bioprothese" kann nicht auslocken und hat hervorragende Ergebnisse (in Langzeitstudien 90-95% sehr gute und gute Ergebnisse).
                                                                 

Ein Nachteil ist die geringfügig verringerte Kraft im Daumen, was für die meisten Patienten kein Problem darstellt, weil die Kraft ohnehin vor der Operation schmerz- bedingt oft wesentlich stärker herabgesetzt war.
Der Eingriff wird in der Regel in regionaler Betäubung, auf Wunsch auch in Allgemeinnarkose durchgeführt. Postoperativ muß der Patient eine Daumenschiene für 4 Wochen Tag und Nacht und anschließend für weitere 4 Wochen in der Nacht und bei schwereren Arbeiten tragen.
Der Krankenhausaufenthalt beträgt in der Regel 2 Tage
                                                         
                                                                        postoperative Daumenschiene



Alle oben aufgeführten Methoden werden von mir in der Ordination bzw. im Krankenhaus Waidhofen durchgeführt.
Sollten Sie dazu weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an mich.

Dr.Reinhard Bischofreiter
Facharzt für Orthopädie und Orthop.Chirurgie
Erhard-Wildplatz 1
A-3340 Waidhofen/Ybbs
Tel.: 07442/54545
http://www.bischofreiter.at
e-Mail: ordination@bischofreiter.at
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